eeks sticky Elbe-Elster MVZ GmbH

Die Corona-Pandemie bestimmt auch den Alltag im Elbe-Elster Klinikum mit seinen drei Standorten in Elsterwerda, Finsterwalde und Herzberg. „Wir haben uns in den letzten Wochen verstärkt auf die Pandemie eingestellt und die Ausstattung sowie die Abläufe im Klinikum dieser außergewöhnlichen Situation angepasst“, erklärt der Geschäftsführer der Elbe-Elster Klinikum GmbH Michael Neugebauer.

Hygieneregeln des Robert-Koch-Instituts
Aufgrund der Corona-Pandemie haben sich Abläufe und Regelungen in den drei Krankenhäusern des Elbe-Elster Klinikums verändert. „Wir halten uns strikt an die Hygieneregeln und Bestimmungen, die das Robert-Koch-Institut vorschreibt“, erläutert der Ärztliche Direktor des Klinikums Professor Dr. Roland Reinehr. „Diese Vorschriften sind sehr dynamisch und ständig im Fluss. Hier passen wir uns permanent an und überprüfen unsere Abläufe. Uns ist es einerseits wichtig, die Gesundheit unserer Patienten und Mitarbeiter zu schützen, aber auch an Covid-19-Erkrankte bestmöglich behandeln zu können“, so der Chefarzt der Inneren Medizin in Herzberg. „Die notwendige Schutzausrüstung stellt uns vor große Herausforderungen. Unser Einkauf leistet hier Unglaubliches“, betont Professor Reinehr. „Zu unseren Maßnahmen gehört auch, dass wir die Intensivkapazitäten pro Standort verdoppelt haben, das heißt, das Elbe-Elster Klinikum verfügt derzeit über 24 Beatmungsplätze“, so der Ärztliche Direktor.
Außerdem wurden in allen drei Krankenhäusern Isolierstationen konzipiert. „Diese werden jedoch nacheinander in Betrieb genommen, um Ressourcen zu bündeln“, erklärt Professor Reinehr. Es erfolgt in den Krankenhäusern eine strikte Trennung zwischen den Patienten. Bei Verdacht einer Covid-19-Erkrankung wird der entsprechende Patient separiert, damit keine Vermischung erfolgt. Zu den dem Klinikum auferlegten Maßnahmen gehört auch das Besuchsverbot. Diese schwierige Situation  für die Patienten wird jedoch von großem Verständnis begleitet.

Unterstützung des Landkreises EE
In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Elbe-Elster gewährleistet   das Klinikum ambulante Testungen. An allen drei Standorten sind Teststellen eingerichtet. Nach einem mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Procederekönnen die Hausärzte Ihre Patienten auf COVID-19  an den Klinikum-Standorten testen lassen. Hierfür stellt das Elbe-Elster Klinikum eine nicht unerhebliche zusätzlich personelle und administrative Ressource zur Verfügung.

Welle der Hilfsbereitschaft erreicht Klinikum
„Besonders beeindruckt sind wir von der Welle der Hilfsbereitschaft sowie des Dankes, die uns erreicht hat“, betont Geschäftsführer Michael Neugebauer. „Dank vieler fleißiger Näherinnen haben zahlreiche selbst genähte Mund-Nasen-Schutz-Masken das Klinikum erreicht. Dank dessen konnten wir, wie mittlerweile im öffentlichen Leben seit dem 27. April nun auch, schon vorher diese Maßnahme zum gegenseitigen Schutz umsetzen“, sagt er. Ähnlich verhält es sich mit selbstgemachten, aber auch professionellen Schutzvisieren aus dem 3D-Drucker. Damit ist es möglich, die Mitarbeiter in hoch kritischen Bereichen wie die Intensivstation, OP, Notaufnahme oder Endoskopie zusätzlich zu schützen. Ein Dank anderer Art kam über die Stadt Herzberg in Zusammenarbeit einer lokalen Gärtnerei in Form eines Orchideen-Grußes.

Väter bei der Geburt dabei
Vor dem Hintergrund des strikten Besuchsverbots gelten für die Geburtshilfe Ausnahmeregelungen. So dürfen die Väter bei der Geburt dabei sein. Auch Roomingin bzw. Besuche sind in Absprache möglich. Interessenten sollten dafür das Klinikum kontaktieren.  Die regelmäßigen Informationsabende zur Geburt und weitere Veranstaltungen des Elbe-Elster Klinikums finden jedoch vorerst nicht statt.