eeks sticky Elbe-Elster MVZ GmbH

Aktuelles

Jamil ist 2015 von Syrien nach Deutschland gekommen, genauer gesagt nach Eisenhüttenstadt. Von dort zog er nach Elsterwerda, wo er in einem Internat in der Nähe des Elbe-Elster Klinikums lebte und seine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger absolvierte. Seit dem 1. Oktober 2021 verstärkt er nun als ausgebildete Fachkraft das pflegerische Team in Elsterwerda.

Seit seiner Kindheit wollte Jamil einen medizinischen Beruf erlernen. Auf die Frage, warum er am Elbe-Elster Klinikum Krankenpfleger werden wollte, antwortet der junge Mann: „Das Interesse an der Medizin habe ich seit meiner Kindheit. Meine Eltern waren ebenfalls im Gesundheitswesen tätig - mein Vater ist es bis heute.“ Dieser arbeitete erst als Krankenpfleger, wurde anschließend Apotheker und ist nun in einem Krankenhaus beschäftigt. In Elsterwerda wollte er bleiben, weil er dort bereits einige Zeit lebte und viele Freunde und eine feste Freundin gefunden hat. Auch einem Fußballverein ist er beigetreten und verbringt dort gern seine Freizeit.

Die erste Zeit in Deutschland war für Jamil schwierig. Die deutsche Sprache schnell zu erlernen, war ihm besonders wichtig. Anfangen musste er beim Alphabet, mittlerweile beherrscht er sogar die medizinische Fachsprache problemlos. Seine Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz ließen lange Zeit auf eine positive Rückmeldung warten. Sein syrischer Schulabschluss wurde in Deutschland nicht anerkannt. So entschloss er sich, am Oberstufenzentrum in Elsterwerda einen deutschen Schulabschluss nachzuholen.

Die Ausbildung am Klinikum war ein steiniger Weg. 2017 begann er dort mit einem Praktikum auf der Intermediate Care (IMC) in Elsterwerda und wurde kurz darauf für die Ausbildung angenommen. Aufgrund der sprachlichen Barrieren zu Beginn der Ausbildungszeit und für ihn komplizierter Entfernungen zwischen den Lern- und Arbeitsorten war Jamil kurz davor, die Ausbildung abzubrechen. Heute ist er sehr glücklich und dankbar, dass seine Praxisanleiterin darum gekämpft hat, ihn als Auszubildenden zu behalten und ihm in dieser Zeit viel Mut gemacht hat.

Nach den anfänglichen Problemen merkte Jamil schnell, dass er in Elsterwerda und am Elbe-Elster Klinikum angekommen ist. Er ist dankbar für die Mühen der Praxisanleiterinnen, die für ihn immer als Ansprechpartner zur Seite standen und das tolle Miteinander mit seinen Kollegen und den Patienten. „An einem kleineren Klinikum, wie dem Elbe-Elster-Klinikum, hat man immer feste Ansprechpartner, die einem zur Seite stehen. Auch das Fachwissen, welches man gerade im theoretischen Teil gelernt hat, kann man sofort in der Praxis umsetzen, das hat großen Spaß gemacht“, erzählt Jamil. Während der Ausbildung gibt es einen monatlichen Wechsel zwischen Theorie und Praxis. Seine Prüfungen schloss der frisch gebackene Gesundheits- und Krankenpfleger mit sehr guten Leistungen ab. „In der praktischen Prüfung beeindruckte er besonders, weil er als außergewöhnlich engagiert und umsichtig auffiel“, so Praxisanleiterin Martina Naumann.

Seit dem 1. Oktober arbeitet Jamil nun als Krankenpfleger auf Station 2 der Chirurgie in Elsterwerda. In diesem Team fühlt er sich besonders wohl und schätzt die gegenseitige Unterstützung, auch während seiner Ausbildung. „Die Kommunikation und Teamarbeit haben sehr gut funktioniert. Die Mitarbeiter haben mir viel zugetraut und mich selbstständig arbeiten lassen, natürlich unter Aufsicht.“
Jetzt freut sich Jamil auf seine Zukunft am Elbe-Elster Klinikum und in Elsterwerda, wo er mittlerweile mit seiner Freundin zusammenlebt. Wir wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft und hoffen, dass er unser Team lange unterstützen wird!

Aktuelles